Terrassenüberdachung mit Polycarbonat.
Polycarbonat ist ein Kunststoff, der als Stegplatte auf einer Aluminium-Konstruktion liegt. Er ist leichter und günstiger als Glas und lässt je nach Ausführung viel oder gedämpftes Licht durch.
Aufbau
Stegplatten haben innen Hohlkammern. Das macht sie leicht und steif. Es gibt sie klar, opal (milchig) oder getönt.
Die Unterkonstruktion ist ähnlich wie beim Glasdach: Wandpfette, Sparren, Rinne und Steher. Das geringere Gewicht der Platten kann je nach Statik eine schlankere Konstruktion ermöglichen.
Polycarbonat dehnt sich bei Wärme stärker aus als Glas. Die Platten werden deshalb mit Spiel befestigt. Eine UV-Schutzschicht auf der Oberseite ist wichtig für die Haltbarkeit.
Wofür es sich eignet
- Terrassen, Carports und Eingänge, bei denen das Budget im Vordergrund steht
- Standorte, an denen die Konstruktion leicht bleiben soll
- alle, die gedämpftes statt direktes Licht wollen (opale Platten)
Vorteile
- günstiger als Glas
- leicht, je nach Statik ist eine schlankere Konstruktion möglich
- opale Platten streuen das Licht und blenden weniger
- schlagzäher als Glas
Nachteile
- Regen ist darunter deutlich hörbar
- die Oberfläche kann mit den Jahren verkratzen oder trüb werden
- kein so klarer Durchblick wie bei Glas
- in den Hohlkammern können sich Schmutz und Kondenswasser sammeln, wenn Stirnseiten und Abschlussprofile nicht fachgerecht ausgeführt sind
Kosten
Von 180 € bis 300 € pro m² Dachfläche, Richtwert inklusive Montage
Beispiel 5 × 3 m (15 m²) als Wandanbau: 2.700 € bis 4.500 €. Freistehend und mit Extras wird es teurer.
Richtwerte, kein Angebot. Nicht enthalten sind Fundamente, Elektroanschluss, Abbruch und Gebühren für die Bewilligung. Den verbindlichen Preis nennt der Betrieb nach der Besichtigung.
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Ob eine Baubewilligung, eine Bauanzeige oder Mitteilung nötig ist oder das Vorhaben frei ist, regelt die Bauordnung Ihres Bundeslandes. Es kommt vor allem auf Größe, Lage zur Grundgrenze und Bebauungsplan an.
Bitte bei der Baubehörde Ihrer Gemeinde bestätigen. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen.
Wie lange hält ein Polycarbonat-Dach?
Das hängt von der Plattenqualität und vom UV-Schutz ab. Vergleichen Sie in den Angeboten die Garantie des Plattenherstellers und fragen Sie, ob die UV-Schutzschicht nach oben zeigt.
Kann ich später von Polycarbonat auf Glas umrüsten?
Nur wenn Sparren, Steher und Befestigung für das höhere Gewicht von Glas ausgelegt sind. Fragen Sie den Betrieb vorher, ob die Konstruktion für beide Eindeckungen geeignet ist.
Knackt ein Polycarbonat-Dach bei Hitze?
Die Platten dehnen sich bei Wärme aus und ziehen sich bei Kälte zusammen. Sind sie mit genug Spiel befestigt, bleibt das meist unauffällig. Fragen Sie nach dem Befestigungssystem.
Klar oder opal?
Klare Platten lassen bei vergleichbarer Ausführung meist mehr direktes Licht durch und wirken offener. Opale Platten streuen das Licht, blenden weniger und lassen Schmutz weniger sichtbar werden. Darunter ist es mit opalen Platten etwas dunkler.
Braucht eine Überdachung mit Polycarbonat eine Baubewilligung?
Das hängt vom Bundesland, von der Größe, von der Lage zur Grundgrenze und vom Bebauungsplan ab. Einen Überblick finden Sie unter Bewilligung. Verbindlich ist die Auskunft Ihrer Gemeinde.